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AGT-Einsatz (Übung)

Erneut hat die Feuerwehr Bissendorf/Scherenbostel einen Einsatz unter Real-Bedingungen für seine Atemschutz-Geräteträger inszenieren können. Eine leerstehende Doppelhaushälfte in Bissendorf-Wietze sollte hierbei den Einsatzort darstellen. Dichter Rauch hatte sich bereits im ganzen Haus verteilt und sorgte bei den Einsatzkräften für so genannte Null-Sicht. Auf allen Vieren mussten sich die Feuerwehrkräfte tastend den Weg in das unbekannte Gebäude bahnen, mussten sich in Gedanken ein Bild vom Grundriss der Wohnung machen, das alles unter einer beklemmenden Vollgesichtsmaske, in einer ca. 12 kg schweren Schutzausrüstung mit rund 25 kg an zusätzlichem Gewicht durch die Sauerstoff-Flasche samt Zubehör und anderem mitgeführtem Gerät. Zu allem Überfluss muss der zu zweit in das Gebäude gehende Erkundungstrupp obendrein noch einen Wasserschlauch hinter sich herziehen, der mit jedem Liter Wasser ein weiteres Kilogramm an Gewicht ausmacht. Im Ernstfall kommen Hitze und Gefahr dazu, die den Adrenalinspiegel in die Höhe treiben. Dabei sind es keine Bodybuilder, die unter den Masken stecken, sondern Männer aber auch Frauen, junge und alte Feuerwehrleute – eben Menschen von nebenan, die einem ganz normalen Beruf nachgehen, wenn sie nicht gerade im Einsatz sind. In diesem Szenario haben insgesamt vier Atemschutz-Trupps mit je zwei Einsatzkräften den Weg in das Gebäude gesucht. Das Ziel war vornehmlich das Auffinden und Retten einer Personen-Attrappe, die in dem Haus versteckt war. Im zweiten Schritt erst wurde die Ursache der Rauchentwicklung gesucht und bekämpft. Im Ernstfall wäre das der Brandherd gewesen, in der Einsatz-Übung waren es zwei Nebelmaschinen. Zwei Stunden lang wurden Abläufe geprobt, die Druckluft in den Sauerstoff-Flaschen überwacht, die Einsatzstelle ausgeleuchtet, Schlauch-Leitungen verlegt und der Verkehr am Einsatzgeschehen vorbeigelotst. Erschöpft aber zufrieden räumten die Teilnehmer im Anschluss an die Übung alle Utensilien wieder an den vorgesehenen Patz, belüfteten die Wohnung, um den Nebel aus den Räumen zu bekommen und warfen noch einmal gemeinsam einen Blick in die Räumlichkeiten, um sich sehend einen Eindruck darüber zu verschaffen, was die Hände zuvor ertastet hatten. „Das Üben und ständige Wiederholen solcher Szenarien kann im Ernstfall Leben retten“ betonte Einsatzleiter Hartmut Bauer, der mit der Leistung seiner Kameradinnen und Kameraden sichtlich zufrieden war. „Leider haben wir nicht oft die Möglichkeit, in leerstehenden Gebäuden üben zu können“ fügte er hinzu und verwies damit auf die Wichtigkeit solcher Übungen unter Real-Bedingungen. Im Anschluss fuhren alle Beteiligten zurück in das Gerätehaus nach Bissendorf, um sich dort einer ausgiebigen Einsatz-Nachbesprechung zu widmen.

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