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Lkw-Anhänger brennt

Bissendorf

Erneut hat ein Feuer im Bissendorfer Gewerbegebiet einen Sattelzug zerstört. In der Nacht auf Samstag, 15. Februar rückten die Einsatzkräfte der Ortswehren Bissendorf und Wennebostel um 00:56 Uhr zu einem gemeldeten Lkw-Brand in die Straße Zöllners Garten aus. Auch Anwohner und Personen in umliegenden Ortschaften hatten in den Sozialen Medien über einen lauten Knall berichtet, der sie aus dem Schlaf gerissen hatte. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Anhänger des Gespanns bereits in Vollbrand. Der 50-jährige Fahrer hatte in der Führerkabine geschlafen und war von zischenden Geräuschen wach geworden. „Im Außenspiegel habe ich dann das Feuer gesehen und bin nur noch raus“ sagte der sichtlich geschockte Mann. Er habe noch versucht, den Anhänger von der Zugmaschine zu trennen, aber das sei ihm nicht mehr gelungen. Eigentlich wollte er gegen halb vier Uhr seine Tour nach Norden fortführen, den Lkw hatte er nur für eine kurze Schlafpause dort abgestellt. „Zum Glück habe ich einen leichten Schlaf, hätte ich tief geschlafen, wäre das hier ganz anders ausgegangen“ resümiert der Fahrer ungläubig. Das Gespann war bis unter das Dach beladen mit Kunststoffteilen, Belüftungseinheiten für Tierhaltungsbetriebe. Die hohe Brandlast sorgte für eine derartige Hitze, dass selbst Straßenlaternen sowie Schilder und Lampen auf der gegenüberliegenden Straßenseite schmolzen. Auch der Asphalt rund um den Brandherd schmolz unter den hohen Temperaturen. Ein hinter dem Lkw geparkter Auto-Transporter fing ebenfalls Feuer und brannte beinahe vollständig aus. Die Angriffstrupps der Feuerwehr konnten das Feuer zunächst nur aus einiger Entfernung bekämpfen, an Löschen war erst zu denken, als die Temperatur etwas heruntergekühlt werden konnte. Der laute Knall, so vermutet der Fahrer, entstand beim Bersten von Pneumatik-Kissen, die im Anhänger verbaut waren, um diesen per Fernsteuerung auf- und absenken zu können. Ebenfalls unter dem Hänger verbaut war eine Hydraulik-Pumpe für die Bremsen, die bei dem Brand ebenfalls zerstört wurde. Die austretende Hydraulikflüssigkeit sorgte immer wieder für neue Flammen unter dem schwer zugänglichen Auflieger. Letztlich setzten die Einsatzkräfte neben reichlich Lösch-Schaum auch eine Wasser-Lanze ein, die durch den Anhängerboden getrieben wurde, um den Ausgangspunkt gezielt fluten zu können. Während Beamte des Kriminaldauerdienstes (KDD) ihre Ermittlungen aufnahmen, sperrten Streifenpolizisten den Einsatzort ab. Eine Seitenverstrebung des Anhängers, die sich durch die immense Hitze verbogen hatte, ragte nach Abschluss der Nachlöscharbeiten noch auf die Straße und musste von den Ehrenamtlichen mittels Trennschleifer und Muskelkraft entfernt werden. Um kurz nach drei Uhr konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden. Kurze Zeit später meldete sich ein Zeuge bei der Polizei und erklärte, er habe etwa zum Tatzeitpunkt eine Person gesehen, die sich vom Brandort entfernt habe. Es habe sich um einen dunkel gekleideten Mann im Alter von circa 25 Jahren gehandelt. Die Polizei sucht nun weitere Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zu der verdächtigen Person geben können. Sie werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0511/109-5555 beim Kriminaldauerdienst Hannover zu melden.

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