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Lkw-Unfall mit eingeklemmter Person

A7

Bei einem Unfall mit gleich vier Lkw auf der Autobahn 7 zwischen Berkhof und Schwarmstedt wurden am vergangenen Donnerstag zwei Personen verletzt. Ein 40 Tonner hatte gegen 11:40 Uhr wohl einen vor ihm bremsenden Lkw zu spät gesehen und war auf dessen Heck aufgefahren. Durch den Aufprall wiederum wurde der vordere Lkw auf ein davor stehendes Wasserversorgungs-Fahrzeug geschoben. Ein vierter Lkw-Fahrer versuchte dem Unfall auszuweichen und lenkte sein Fahrzeug nach rechts auf den Pannenstreifen. Dabei rammte er den bereits verunfallten Lkw seitlich allerdings dermaßen, dass sich die Fahrzeuge ineinander verkeilten und sich der Auflieger des ersten Unfallfahrzeugs querstellte. Der Fahrer des nun quer stehenden Gespanns wurde bei dem Unfall eingeklemmt und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der Fahrerkabine befreien. Die Freiwillige Feuerwehr rückte umgehend aus gleich mehreren Ortschaften an, als erstes fuhr die Ortswehr aus Elze in Berkhof auf die Autobahn. Einsatzleiter Eike Brünn hatte es jedoch schwer, mit den Hilfeleistungsfahrzeugen voranzukommen, denn die Rettungsgasse war auf dem zweieinhalb Kilometer langen Autobahnabschnitt größtenteils schlichtweg nicht vorhanden. „Ich musste zwischendurch sogar aussteigen und einige hundert Meter zu Fuß gehen, um die Rettungsgasse durch Einweisen der Fahrzeuge zu bilden“ berichtete Brünn. Am Unfallort angekommen, befreiten sie den nur relativ leicht verletzten Fahrer aus der Kabine seiner Zugmaschine, sicherten den Brandschutz und leisteten bis zum Eintreffen des mittlerweile angeforderten Rettungshubschraubers erste Hilfe bei dem Unfallfahrer sowie einem weiteren Fahrer, der sich bei dem Unfall ebenfalls leichte Verletzungen zugezogen hatte. Andere Einsatzkräfte sicherten den Auflieger des Unfallfahrzeugs, welcher sich bedrohlich auf eine Seite neigte. Auch den reichlich aus dem Tank auslaufenden Dieselkraftstoff und Hydraulikflüssigkeit konnten die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr rasch abbinden. Mittlerweile waren die Retter mit rund 35 Einsatzkräften und 11 Fahrzeugen vor Ort, die Ortswehr Gailhof verblieb zudem im Gerätehaus auf Abruf in Alarmbereitschaft. Auch auf der Fahrbahn der Gegenrichtung ereigneten sich vor den Augen der Polizei und Feuerwehr gleich mehrere Beinahezusammenstöße, als Trucker und Pkw-Fahrer mit gezückten Handys langsam die Unfallstelle passierten, ohne dabei auf den fließenden Verkehr zu achten. Durch diese Gaffer kam es entsprechend auf der Gegenfahrbahn zu Behinderungen und Verzögerungen, während in Richtung Norden nichts mehr ging. Die zwei weniger beschädigten Lkw konnten die Unfallstelle eigenständig verlassen und wurden mittels Polizei-Eskorte zur nächsten Abfahrt geleitet. Für die verbleibenden beiden Lastwagen mussten vier Spezial-Abschlepper anrücken, die die Wracks auseinanderzogen und abschleppten. Die Autobahn blieb während des gesamten Einsatzes bis etwa 15:30 Uhr voll gesperrt.

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