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Dachstuhlbrand

Elze

Am Donnerstag, 2. Mai, kam es in Elze zu einem Dachstuhlbrand, bei dem ein Wohnhaus komplett zerstört wurde. Um kurz vor 19 Uhr wurden die Bewohner des Hauses durch das schrille Piepen eines Rauchmelders aufgeschreckt und alarmierten die Feuerwehr, bevor sie sich eigenständig und unverletzt ins Freie begaben. Die alarmierten Ortswehren aus Elze, Bennemühlen, Mellendorf und Wennebostel waren rasch vor Ort, da brannte das Dach bereits in voller Ausdehnung. Auch der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Wedemark war im Einsatz, dazu mehrere Transporter, darunter einer für die Betreuung der betroffenen Bewohner. Mit insgesamt elf Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften versuchten die Rettungskräfte, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Mit der Drehleiter der Mellendorfer Ortswehr fand ein Außenangriff statt, der sich jedoch schwierig gestaltete, da die auf dem Dach angebrachte Photovoltaikanlage das Löschwasser von den darunter befindlichen Flammen abschirmte. Erschwerend kam hinzu, dass die Feuerwehr zum Teil über 500 Meter lange Schlauchleitungen legen musste, um die Wasserversorgung sowie den Wasserdruck sicherstellen zu können. Hier bewies sich erneut die Wennebosteler Logistik-Komponente als sehr wertvoll, die beinahe ihren gesamten Schlauchvorrat während des Einsatzgeschehens verteilte. Darüber hinaus diente das Fahrzeug noch zur Dekontamination der Atemschutzgeräteträger sowie als Ruhelager und Ausgabestelle für Trinkwasser für die erschöpften Kameradinnen und Kameraden. Auch Nachbarn öffneten ihre Garagen und stellten den Einsatzkräften Tische und Bänke auf oder kamen mit Tabletts mit Tassen und frisch gekochtem Kaffee an die Einsatzstelle. Nach rund 90 Minuten war das Feuer zumindest unter Kontrolle und der Innenangriff durch die Atemschutzgeräteträger konnte beginnen. Trotz des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte diese die Zerstörung des Wohnhauses jedoch nicht verhindern. Die Schäden durch Feuer und Löschwasser seien derartig groß, dass das Haus zunächst nicht mehr bewohnbar sei. Die Bewohner seien vorerst bei Verwandten untergekommen. Noch am Abend trafen Beamte des Kriminaldauerdienstes am Einsatzort auf, um ihre Ermittlungen aufzunehmen. Unterdessen suchten Feuerwehrkräfte in dem Haus noch mittels Wärmebildkameras nach Glutnestern, um ein Wiederentfachen der Flammen zu verhindern. Für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr endete der Einsatz erst nach über fünf Stunden gegen 00:15 Uhr. Experten des Fachkommissariats für Brandermittlungen haben den Brandort am Freitag erstmals begutachtet. Sie können Brandstiftung als Ursache für das Feuer ausschließen. In dieser Woche werden Ermittler das Objekt nochmals untersuchen, um die Ursache abschließend festzustellen. Den entstanden Sachschaden schätzen die Beamten auf 300.000 Euro. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.

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