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Schornsteinbrand einer Räucherei

Zu einem schwierigen Dachstuhlbrand wurde die Feuerwehr am vergangenen Dienstag gerufen. Mitarbeiter einer Fischräucherei in Hellendorf hatten gegen 15 Uhr Rauch bemerkt, der aus dem Dachstuhl des Geschäfts- und Gästehauses drang. Während die Feuerwehr anrückte, begannen Angestellte und Gäste damit, das Feuer zu lokalisieren. Oberhalb der Räucherkammer, in einem Radius von rund drei Metern um den Schornstein herum, hatte die Zwischendecke zu brennen begonnen. Sofort betraten Einsatzkräfte unter Atemschutz den Dachboden, konnten aber bei einer Sichtweite von nicht einmal 30 Zentimetern nichts sehen. Stattdessen krochen sie auf allen Vieren voran und tasteten sich mit bloßen Händen an die Hitzequelle heran. Von außen begannen die Kameraden damit, das Dach in Teilen abzudecken, um dem dichten Rauch, der sich durch den gesamten Dachbodenbereich bis in das angrenzende Wohnhaus ausbreitete, eine Möglichkeit zum Entweichen zu geben. Ein Ausbreiten auf weitere Teile des Gebäudekomplexes konnte die Feuerwehr schnell unterbinden. Um jedoch an den Brandherd in der Zwischendecke zu gelangen, mussten die Feuerwehrleute den hölzernen Fußboden entfernen. Da dieser aufgrund des Löschwassers bereits nass war, federten die Schläge mit der Axt zu sehr, so dass mit einer Kettensäge der Weg unter die Holzdielen frei gemacht werden musste, um den Schwelbrand in diesem Bereich erfolgreich löschen zu können. Die Feuerwehr war mit insgesamt 62 Kräften aus fünf Wehren vor Ort, darunter allein mit 30 Atemschutzträgern, die jeder – zum Teil auch zwei Mal – das stark verqualmte Gebäude betraten. Brisant wurde es, als während des Einsatzes eine weitere Alarmierung einging. Dort hatte eine Brandmeldeanlage ausgelöst und sorgte so zwischendurch für eine unsichere Vorgehensweise. Zum Glück stellte sich die zweite Alarmierung schnell als Fehlalarm heraus. Obwohl der eigentliche Brand nach rund zweieinhalb Stunden gelöscht war, drohten aufgrund der schwierigen Lage immer noch Glutnester, so dass die Feuerwehr bis in die Abendstunden vor Ort blieb, um ein etwaiges Wiederaufflammen zu verhindern. Der Produktions- und Verkaufsbetrieb soll durch diesen Einsatz jedoch nicht beeinträchtigt werden, hieß es seitens des Betreibers. Brandermittler haben die Ursache des Feuers untersucht, konnten aber kein Fremdverschulden feststellen. Der Gesamtschaden wird auf etwa 80.000 Euro geschätzt.

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