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Gas-Austritt in einer Eishalle

Heute mal aus der Nachbarschaft:
Mit einem Großaufgebot rückte die Feuerwehr Langenhagen am Donnerstag gegen 13:30 Uhr zu einem Einsatz in der Brüsseler Straße an. Mit insgesamt zwölf Fahrzeugen und rund 50 Einsatzkräften reagierte die Feuerwehr damit auf eine ABC-Alarmierung der höchsten Stufe. Bei Kernbohrungen in der derzeit stillgelegten Eishalle Langenhagen wurde eine Ammoniak-Leitung beschädigt. Ammoniak ist ein stark stechend riechendes, farbloses und giftiges Gas, das zu Tränen reizt und erstickend wirkt. Das flüssige Gas befindet sich unter Hochdruck einem Rohrsystem im Boden der Halle und dient normalerweise der Kühlung der seit einem Jahr abgetauten Eisfläche, bei Normaldruck wechselt es in den gasförmigen Zustand. Schnell war der gesamte Hallenkomplex mit dem Gas geflutet, nach außen drang zunächst nichts. Einsatzkräfte der Feuerwehr betraten unter Atemschutz die Halle, um die Ammoniak-Leitung zunächst abzuschieben, was auch rasch gelang. Im nächsten Schritt musste das in der Halle befindliche Gas-Gemisch in den Außenbereich geblasen werden. Aufgrund der Witterungsbedingungen und des günstig stehenden Windes musste das an den Einsatzort angrenzende Schnellrestaurant nicht evakuiert werden. Auch der Bahnhof sowie die Bahnstrecke auf der rückwärtigen Hallenseite waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Mittels mehrerer Gebläse drückte die Feuerwehr das Gas aus der Halle ins Freie, wo es durch Sprühnebel niedrig gehalten wurde. Mess-Trupps der Feuerwehr positionierten sich nahe der Wohngebäude auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs. Hier war ein minimaler Ammoniak-Geruch wahrnehmbar, der jedoch nicht gesundheitsschädlich war. Dennoch entschied die Einsatzleitung, die Bevölkerung vorsichtshalber über Durchsagen und eine Katatrophen-Warnungs-App zu informieren, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Aufgrund der Größe der Halle und der Menge des freigesetzten Gases dauerte die Belüftung über drei Stunden, der Einsatz konnte erst gegen 17:30 Uhr beendet werden. Während der gesamten Dauer des Einsatzes war die Brüsseler Straßen vollständig gesperrt.

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