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Rauchentwicklung in Brand-Ruine

Die Ortswehren Brelingen und Bissendorf/Scherenbostel mussten am Donnerstagmorgen ein zweites Mal zu einem Einsatzort nach Wiechendorf ausrücken. Vermehrte Rauchentwicklung veranlasste die besorgten Anwohner, dass erneut ein Feuer in dem nachts ausgebrannten Wohnhaus ausbrechen könnte. Um kurz nach Mitternacht waren vier Ortswehren zum Einsatzort im Ziegeleiweg geeilt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus dem oberen Stockwerk des Wohnhauses. Die Bewohner der Erdgeschoss-Wohnung hatten sich eigenständig ins Freie begeben und die Feuerwehr darüber informiert, dass im Obergeschoss noch eine Person vermisst werde. Nach bisherigen Ermittlungen hatte die 71 Jahre alte Bewohnerin der Erdgeschosswohnung kurz nach Mitternacht ein Knistern sowie Knallgeräusche aus der oberen Etage vernommen. Nachdem sie von draußen nachgeschaut und Qualm aus einem der oberen Fenster aufsteigen gesehen hatte, alarmierte die Frau die Rettungskräfte. Sie und ihr Mann, der das Haus ebenfalls verlassen konnte, blieben unverletzt. Zwei Atemschutztrupps betraten nach Eintreffen am Einsatzort sofort den oberen Wohnbereich und konnten nach wenigen Minuten den 60-jährigen Bewohner und aus der oberen brennenden Wohnung retten. Er hatte eine Rauchgasintoxikation erlitten und wurde unter notärztlicher Betreuung in ein Krankenhaus transportiert. Die im Anschluss an die Rettung stattfindenden Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Zur weiteren Unterstützung wurde hierfür die Ortswehr Elze nachalarmiert. Insgesamt 70 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Wenige Stunden später heulten die Sirenen erneut und die Löschmannschaften rückten nochmal zum vorherigen Einsatzort an. Vor Ort quoll leichter Rauch aus dem Fenster des ausgebrannten Küchenbereichs. Ein Kamerad betrat per Leiter durch das Fenster den Küchenbereich und kühlte die Hitzequellen mittels Wasser herunter. Anschließend entfernte er Schranktüren, hinter denen die Wärmequelle saß und suchte mit Hilfe einer Wärmebildkamera nach Glutnestern. Als nach Abschluss aller Löscharbeiten im Erdgeschoss ein Rauchmelder piepte betraten Einsatzkräfte der Feuerwehr auch die Wohnung im Untergeschoss und vergewisserten sich auch hier, dass keine weitere Gefahr besteht. Der Einsatz konnte nach rund einer Stunde beendet werden. Am Donnerstagvormittag haben Experten des Zentralen Kriminaldienstes das Gebäude untersucht. Eine Ursache für den Brand, der in der Küche der Wohnung ausbrach, lässt sich aufgrund des hohen Zerstörungsgrades nicht mehr abschließend feststellen, eine vorsätzliche Verursachung schließen die Ermittler jedoch aus. Den Schaden beziffern die Beamte auf rund 200 000 Euro. Am Freitag wurde bekannt, dass der ins Krankenhaus eingelieferte Bewohner, den die Einsatzkräfte aus der brennenden Obergeschosswohnung retten konnten, an den Folgen der Rauchgasvergiftung verstorben ist.

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